The Road Not Taken – Robert Frost

„Der Club der toten Dichter“ habe ich noch nie gesehen. Trotzdem kenne ich dieses Gedicht „The Road Not Taken“ von Robert Frost, auf das mich Nandalya aufmerksam gemacht hat ;)

Es passt tatsächlich zu meinen Gedanken von einem meiner letzten Artikel.

The Road Not Taken

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveller, long I stood
And looked down one as far as l could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I –
I took the one less travelled by,
And that has made all the difference.

– Robert Frost

Anfangs ist es etwas schwer zu verstehen, wenn man jetzt nicht gerade eine englische Literaturdozentin ist ;P
Auf Deutsch wäre es einfacher, ja. Doch oft ist es mir wichtig, ein Gedicht in seiner Originalsprache verstehen zu können. Denn teilweise kann es nur schon ein Wort sein, das die ganze Bedeutung eines Gedichtes verändern kann oder dem ganzen einfach einen gefühlsmässig anderen „Klang“ gibt.

(Wer vielleicht auch noch auf Deutsch das Gedicht lesen will, kann hier zwei Übersetzungen finden.)

Nach ein paar Eingaben auf dict.cc und leises Rattern in meinem Gehirn, konnte ich das Gedicht verstehen. Die Bedeutung ergibt sich allerdings nicht einfach so. Deshalb habe ich etwas gegoogelt und bin auf eine Analyse gestossen (fast wieder ein bisschen wie in der Schule. Da habe ich gerade ja mehr (imaginäre) Hausaufgaben gemacht als dazumal!). Ist vielleicht etwas geschummelt, aber ich bin noch etwas eingerostet, was die Gedicht-Interpretation betrifft.

Wie versteht ihr das Gedicht? Ich glaube, dass man es so betrachten kann:

Mal die Form ganz aussen vor gelassen (wen interessiert das schon?), geht es darum vor einer Verzweigung des Weges zu stehen. Er, die Person im Gedicht, ist allein. Klar, es ist ja auch sein Leben. Niemand kann ihm sagen, welche Richtung er nehmen soll.

Diese identische Weggabelung stellt die Verbindung von freiem Wille und Schicksal darstellt: Wir können frei entscheiden, welchen Weg wir nehmen. Doch wissen wir nicht genau zwischen was wir entscheiden. Der Weg ist nur bis zu einem gewissen Ort ersichtlich.Trotzdem muss er sich entscheiden, und kann nicht ewig an dieser Verzweigung stehen bleiben. Und dies finde ich die schönste Einsicht aus diesem Gedicht: Er weiss, dass er sich später fragen wird, ob er die richtige Entscheidung getroffen hat. Doch es gibt nicht so etwas wie der richtige Weg. Es gibt nur den Weg, den wir gewählt haben und der andere.

„… there is no Right Path—just the chosen path and the other path.“

– Auszug aus Analyse von Sparknotes

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2 Kommentare zu „The Road Not Taken – Robert Frost

  1. Ja, diese Nandalya ist mir auch immer unheimlich. Die kennt jede Menge tote Dichter. ;-)

    Die Kernaussage des Gedichts für mich ist:
    „Two roads diverged in a wood, and I –
    I took the one less travelled by,
    And that has made all the difference.“

    Noch wichtiger ist es aber sich zu entscheiden. Stehenbleiben, auf ewig zu verharren, das kann keine Lösung sein. Leider gibt es diese Menschen, die ewig im Kreis gehen. Wohin nur, wohin, ist ihre Frage. Den Weg sehen sie nicht.

    1. Genau so sehe ich das auch. Vielleicht haben genau jene Menschen, die stehenbleiben, die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und werden sich irgendwann nur immer im Kreis drehen. Doch ich glaube, wenn man seine gegangenen Schritte (nicht zu kritisch überdenkt) und Dinge auch einfach akzeptieren kann, wird man sich nicht im Kreis drehen. Das ist wichtig, denke ich :)

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